Gerüstbau in Hamburg für Hausverwaltungen und WEGs

Steht ein Gerüst in Hamburg auf Gehweg oder Fahrbahn, erteilt das Bezirksamt am Ort die Sondernutzungserlaubnis, befristet und mit Auflagen. Die Erlaubnis muss vor dem Aufbau vorliegen. SVEAG stimmt Antrag und Nachbarn ab, bereitet die Vergabe an einen Gerüstbaubetrieb aus dem Partnernetz vor und legt dessen Prüfprotokoll im Objektordner ab.

Auf einen Blick

Was in Hamburg gilt

Allgemeines zu Gerüstarten und Prüfpflicht steht auf der Seite Gerüstbau. Hier gilt für Hamburg: Wegegesetz für den öffentlichen Raum, Bauordnung für den Nachbarn, beides beim Bauherrn.

ThemaRegelWas das für Sie heißtQuelle
ErlaubnisEin Gerüst auf öffentlicher Fläche ist Sondernutzung und braucht die Erlaubnis der Wegeaufsichtsbehörde, nur befristet erteilbar. Zuständig ist das Bezirksamt am Aufstellort.Antrag mit Skizze und Maßen früh stellen; ohne Erlaubnis kein Aufbau.§ 19 Abs. 1–2 HWG; hamburg.de Sondernutzung für Baustellen
GebührFür die Erlaubnis fällt eine Gebühr an, für die genutzte Fläche können weitere Gebühren hinzukommen. Die Höhe hängt von Art, Umfang und Ort ab.Gebühren je Gerüst im Angebot als eigene Position ausweisen lassen, nicht pauschal annehmen.§ 19 Abs. 3 HWG; hamburg.de
Ohne ErlaubnisEine Sondernutzung ohne Erlaubnis ist Ordnungswidrigkeit; der Rahmen liegt bei bis zu 50.000 Euro.Der Aufbautermin hängt an der Erlaubnis, nicht umgekehrt.§ 72 Abs. 1 Nr. 2, Abs. 2 HWG
VerkehrsanordnungReicht das Gerüst in den Verkehr, ordnet die Behörde die Absperrung nach § 45 Abs. 6 StVO an. Laut Merkblatt ist dafür das örtliche Polizeikommissariat zuständig.Den Verkehrszeichenplan reicht in der Regel der Gerüstbaubetrieb ein; wir stimmen den Termin ab.§ 45 Abs. 6 StVO; Merkblatt Sondernutzung Hamburg
NachbargrundstückDie Duldung von Betreten und Gerüststellung steht in der Bauordnung; der Bauherr teilt sie dem Nachbarn mindestens zwei Wochen vorher mit und haftet für Schäden.Mitteilung früh und nachweisbar versenden; Rechtsfragen klären Sie mit Ihrer Rechtsvertretung.§ 83a Abs. 1, 6, 7 HBauO

Wo das in Hamburg besonders zählt

Hoheluft-Ost: Altbau am Gehweg

Im Zensus 2022 stehen 62,1 % der Wohnungen in Hoheluft-Ost in Gebäuden von vor 1950, in Hamburg insgesamt 23,2 %. Solche Fassaden liegen meist direkt am Gehweg, das Gerüst braucht dort fast immer die Sondernutzung.

Steilshoop: Großsiedlung der 1970er

In Steilshoop stammen 84,1 % der Wohnungen aus Gebäuden der Baujahre 1970 bis 1989 (Zensus 2022). Lange Zeilen und hohe Blöcke bedeuten große Gerüstflächen, bei Dämmarbeiten ein Fall für die Fassadendämmung mit längerer Standzeit.

So kommt ein Gerüst in Hamburg an die Fassade

  1. Aufstellort und Bezirk klären. Wir messen Fassade und Gehweg auf und ermitteln über den Zuständigkeitsfinder von hamburg.de das Bezirksamt für die Adresse.
  2. Antrag mit Skizze. Der formlose Antrag mit Skizze und Maßen geht an das Bezirksamt; wir bereiten die Unterlagen mit dem Gerüstbaubetrieb vor.
  3. Nachbarn und Verkehr. Wir versenden die Mitteilung an die Nachbarn mindestens zwei Wochen vor Beginn; der Gerüstbaubetrieb holt die verkehrsrechtliche Anordnung ein.
  4. Aufbau, Prüfung, Ablage. Nach Aufbau und Prüfung durch den Gerüstbaubetrieb legen wir Protokoll und Erlaubnis im Objektordner ab.

Unsere Leistungen in Hamburg

Häufige Fragen zu Gerüstbau in Hamburg

Welches Amt erlaubt in Hamburg ein Gerüst auf dem Gehweg?

Das Bezirksamt, in dessen Bezirk das Gerüst steht. Hamburg hat sieben Bezirke; welcher zuständig ist, ermittelt der Zuständigkeitsfinder auf hamburg.de über die Adresse. Beteiligt werden je nach Fall Wegeaufsicht, Polizei und Feuerwehr. Die Erlaubnis ist befristet, kann widerrufen werden und muss vor dem Aufbau vorliegen. Wir stellen die Unterlagen mit dem Gerüstbaubetrieb zusammen.

Gibt es in Hamburg eine feste Bearbeitungsfrist für den Antrag?

Nein, laut hamburg.de gilt keine Frist. Die Bearbeitungsdauer hängt von Art und Umfang des Antrags und von der Qualität der Unterlagen ab. Fehlende Angaben werden nachgefordert. Planen Sie deshalb Puffer zwischen Antrag und Aufbautermin ein. Wir legen Skizze, Maße und Zeitraum vollständig vor, damit nichts nachgefordert werden muss.

Wie erfahren die Nachbarn von einem Gerüst in Hamburg?

Die Bauordnung verlangt, dass der Bauherr Arbeiten mit Duldungspflicht mindestens zwei Wochen vor Beginn mitteilt, außer bei unmittelbarer Gefahr (§ 83a Abs. 6 HBauO). Auf Verlangen ist Sicherheit für möglichen Schaden zu leisten. Wir versenden die Mitteilung nachweisbar. Wir beraten dazu nicht rechtlich; stimmen Sie Streitfälle mit Ihrer Rechtsvertretung ab.

Weiterführend

Quellen: hamburg.de: Sondernutzung für Arbeits- und Baustellen · hamburg.de: Merkblatt Sondernutzung · Hamburgisches Wegegesetz (HWG) · Hamburgische Bauordnung (HBauO) · StVO § 45 · Zensus 2022, Statistikamt Nord

Alles zur Leistung auf der Seite Gerüstbau, alle Leistungen vor Ort auf der Standortseite Hamburg.

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