Den Antrag für ein Kölner Gerüst stellt die Gerüstbaufirma bei den Baustellengenehmigungen, mindestens 21 Tage vor dem Aufbau. Steht das Gerüst auf öffentlichem Grund, verlangt die Stadt Sondernutzungsgebühren ab 3,60 € je m² und angefangenem Monat. SVEAG koordiniert Frist, Gewerke und Nachbarn und bereitet die Vergabe vor; das Prüfprotokoll liegt im Objektordner.
Wer in Köln ein Gerüst auf Gehweg oder Fahrbahn stellt, braucht mehr als die Zustimmung der Eigentümer. Diese Punkte gehören in Ihren Zeitplan:
| Thema | Regel | Was das für Sie heißt | Quelle |
|---|---|---|---|
| Erlaubnis | Straßennutzung über den Gemeingebrauch hinaus ist Sondernutzung und braucht eine Erlaubnis; ohne Erlaubnis droht eine Geldbuße bis 1.000 Euro. In Köln stellt die Gerüstbaufirma den Antrag bei den Baustellengenehmigungen. | Die Erlaubnis muss vor dem Aufbautermin vorliegen; wir halten den Antrag im Terminplan. | § 18 Abs. 1, § 59 Abs. 1 und 2 StrWG NRW; Stadt Köln, Gerüst aufstellen |
| Gebühren | Köln erhebt je angefangenem Monat und m² gestaffelte Sondernutzungsgebühren (3,60 bis 7,70 €), dazu eine Verwaltungsgebühr nach GebOSt. | Mit jedem Monat Standzeit steigt der Quadratmetersatz; die geplante Dauer gehört deshalb in die Beschlussvorlage. | Stadt Köln, Gerüst aufstellen |
| Verkehrsrechtliche Anordnung | Wer den Straßenverkehr durch Arbeiten beeinträchtigt, braucht vorher die behördliche Anordnung. Verantwortlich dafür ist der Bauunternehmer; bei einem Gerüst trägt das in der Regel der Gerüstbaubetrieb. | Der Gerüstbaubetrieb legt den Plan vor; wir stimmen Termin und Beschilderung mit ihm ab. | § 45 Abs. 6 StVO |
| Nachbargrundstück | Wer für Bauarbeiten das Nachbargrundstück betreten oder nutzen muss, zeigt das mindestens einen Monat vorher schriftlich an. Gerüste nennt § 24 nicht ausdrücklich. | Wir beraten dazu nicht rechtlich; Abstimmung mit Ihrer Rechtsvertretung. | NachbG NRW: § 24 Abs. 3, § 16 |
| Bauordnung | Gerüste sind nach der Landesbauordnung verfahrensfrei; eine Baugenehmigung für das Gerüst selbst entfällt. | Die Sondernutzung auf öffentlichem Grund bleibt trotzdem erforderlich. | Landesbauordnung 2018, § 62 Abs. 1 Nr. 13 Buchst. b (Verfahrensfreiheit) |
Laut Zensus 2022 stammen in Köln 102.288 Wohnungen aus den 1950er und 116.043 aus den 1960er Jahren. Bei diesem Bestand stehen Fassadendämmung und Putzsanierung an, und mit ihnen ein Gerüst an der Straßenseite.
47.199 Kölner Wohnungen sind vor 1919 gebaut (Zensus 2022). Bei Altbaufassaden direkt am Gehweg reicht das Gerüst meist in den öffentlichen Raum, die Sondernutzung ist dann Pflicht.
Die Stadt Köln verlangt, dass die Gerüstbaufirma den Antrag stellt, nicht der Eigentümer oder die Verwaltung. Er geht an die Baustellengenehmigungen und soll mindestens 21 Tage vor dem geplanten Aufbau vorliegen. Auch für eine Verlängerung gibt es einen eigenen Antrag mit Fristen. SVEAG stimmt Termin und Unterlagen mit dem Gerüstbaubetrieb ab, damit die Frist nicht den Aufbau verzögert.
Nach den Angaben der Stadt Köln fallen je angefangenem Monat 3,60 € pro Quadratmeter für die ersten drei Monate an, danach steigt der Satz bis auf 7,70 € ab dem 13. Monat. Dazu kommt eine Verwaltungsgebühr nach GebOSt von in der Regel 70 €. Rechnen Sie deshalb mit einer realistischen Standzeit; eine feste Summe nennen wir erst nach dem Objektcheck.
Die Sondernutzungsgebühr ist in Köln nach Monaten gestaffelt: Der Satz je Quadratmeter steigt ab dem vierten, siebten, zehnten und dreizehnten Monat. Eine Standzeit unter vier Monaten bleibt also im günstigsten Satz. Bei langen Sanierungen lohnt es sich, die Gewerke so zu takten, dass das Gerüst früher abgebaut wird. Die Terminkette halten wir deshalb eng.
Quellen: Stadt Köln: Gerüst aufstellen · StrWG NRW · NachbG NRW · BauO NRW 2018 · StVO § 45
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Schicken Sie uns die Objektadressen und den geplanten Zeitraum, wir planen den Antrag mit der 21-Tage-Frist ein. Kontakt für ein Angebot mit Festpreis nach Objektcheck.