Rissgutachten & Rissmonitoring bei SVEAG: professionell, dokumentiert, in allen 16 Bundesländern verfügbar. Inhabergeführt, persönliche Betreuung.
In der Regel mehrere Monate, weil viele Bewegungen jahreszeitlich schwanken. Ein Riss, der sich im Sommer schließt und im Winter öffnet, folgt der Temperatur und ist meist unkritisch; einer, der über die Monate stetig wächst, zeigt eine fortschreitende Ursache. Wer nach zwei Wochen entscheidet, entscheidet auf zu dünner Grundlage.
Eine einfache Messvorrichtung aus zwei überlappenden Platten mit Skala, die beidseits des Risses befestigt wird. Bewegt sich der Riss, verschieben sich die Platten gegeneinander und der Wert lässt sich ablesen. Das ist robust, günstig und über lange Zeiträume aussagekräftig – für feinere Anforderungen gibt es genauere Verfahren.
Feine Schwindrisse in den ersten ein bis zwei Jahren sind bauartbedingt und meist ohne Bedeutung für die Standsicherheit. Sie zeigen sich häufig an Materialübergängen und in Putzflächen. Bedenklich wird es, wenn Risse breiter als hauchfein sind, diagonal über Öffnungen laufen oder einen Versatz aufweisen.
Sobald tragende Bauteile betroffen sind oder ein Versatz auf Bewegung im Tragwerk hindeutet. Unser Befund beschreibt dann den Zustand und die Bewegung; die rechnerische Bewertung der Standsicherheit und mögliche Verstärkungen gehören in die Hand des Tragwerksplaners. Beides greift ineinander.
Dann sollte der Zustand vorher dokumentiert werden. Erschütterungen, Grundwasserabsenkung und Aushub können Bewegungen auslösen, und ohne Vorher-Aufnahme lässt sich später kaum belegen, welche Risse neu sind. Diese Beweissicherung ist der günstigste Teil des ganzen Themas – aber nur vor Baubeginn möglich.
In ehemaligen und aktiven Bergbaugebieten ja. Bodenbewegungen durch den Bergbau verursachen typische Schrägrisse, verzogene Türen und Setzungen ganzer Gebäudeteile. Ob ein Bergschaden vorliegt, klärt ein bergschadenkundliches Gutachten, das eine eigene Fachdisziplin ist und auch die Zuständigkeit für die Regulierung betrifft. Wir dokumentieren die Risse, richten die Setzungsmessung ein und liefern damit die Daten, die der Bergschadengutachter braucht.
Bei der Setzungsmessung werden Messpunkte am Gebäude eingerichtet und in festen Abständen nivelliert. So sieht man, ob sich ein Gebäudeteil noch senkt, wie schnell und in welche Richtung. Nötig ist sie, wenn Risse auf eine Bewegung der Gründung hindeuten, bei Nachbarbebauung, Grundwasserabsenkung oder im Bergbaugebiet. Zusammen mit dem Rissmonitor ergibt sie das Bild, das der Gutachter für die Bewertung braucht.