In Potsdam sind 50.705 von rund 101.500 Wohnungen vor 1980 gebaut, das sind 49,9 %; die andere Hälfte wurde ab 1980 errichtet. Die Statistik sagt nichts über den Dämmstand des einzelnen Hauses, der wird bei der Aufnahme festgestellt. Bei jedem Haus lohnt die Frage, welche Arbeit ohnehin ansteht. Wird ein Außenbauteil erneuert, greift § 36 GModG. SVEAG erfasst den Bestand und plant die Maßnahmen nach Wirkung.
Welche Pflicht eine Potsdamer Sanierung auslöst, hängt von der Arbeit ab:
| Thema | Regel | Was das für Sie heißt | Quelle |
|---|---|---|---|
| Fenster | Beim Ersatz oder erstmaligen Einbau des gesamten Bauteils gilt für Fenster und Fenstertüren Uw = 1,3 W/(m²·K). | Wer Fenster tauscht, bestellt Fenster mit diesem Wert oder besser. | GModG Anlage 7 Nr. 2a |
| Kleinere Änderungen | Betrifft eine Änderung höchstens zehn Prozent der Fläche einer Bauteilgruppe des Gebäudes, entfällt die Anforderung. | Werden nur wenige Fenster getauscht, kann die Grenze unterschritten sein. Das Aufmaß je Bauteilgruppe entscheidet, nicht die Stückzahl. | GModG § 36 Satz 2 |
Weil das Baujahr einen Hinweis auf den Aufbau der Bauteile gibt. In Potsdam sind 49,9 % der Wohnungen vor 1980 gebaut. Wie ein einzelnes Haus dasteht, zeigt erst die Aufnahme.
Beim Ersatz des gesamten Bauteils gilt nach Anlage 7 Nr. 2a ein Wert von höchstens 1,3 W/(m²·K), sofern die Änderung mehr als 10 Prozent der Fläche der Bauteilgruppe betrifft.
Quellen: Anlage 7 zum GModG, Anforderungen bei Änderung · Zensus 2022, Potsdam (Statistisches Bundesamt)
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