Nassstrahlen oder Sandstrahlen? Verfahren, Vorteile und Kosten im Vergleich

Staubarmes Strahlverfahren für empfindliche Untergründe

Bei der Fassaden- und Oberflächenreinigung stehen Hausverwaltungen oft vor der Wahl: Nassstrahlen oder klassisches Sandstrahlen? Dieser Vergleich zeigt die Unterschiede bei Staubentwicklung, Materialschonung und den Quadratmeterpreisen, um die richtige Entscheidung für Ihre Objekte zu treffen.

Was unterscheidet Nassstrahlen und Sandstrahlen?

Der wesentliche Unterschied zwischen dem Nassstrahlen und dem klassischen Sandstrahlen liegt im physikalischen Trägermedium, das das jeweilige Strahlmittel auf die Oberfläche transportiert. Beim traditionellen Trockensandstrahlen wird das abrasive Strahlmittel ausschließlich mithilfe von trockener, unter hohem Druck stehender Luft beschleunigt. Dies führt dazu, dass die Partikel mit enormer Geschwindigkeit auf das Material treffen und beim Aufprall zersplittern, wodurch extrem feine Staubwolken entstehen. Beim Nassstrahlverfahren hingegen wird das Strahlmittel vor dem Austritt mit Wasser befeuchtet oder direkt als homogenes Wasser-Granulat-Gemisch verarbeitet.

Staubbindung als entscheidender Vorteil für Hausverwaltungen

Für Immobilienverwalter spielt die Wahl des Verfahrens vor allem im urbanen Raum eine zentrale Rolle, da herkömmlicher Schleifstaub Anwohner gefährdet und umliegende Fassaden verschmutzen kann. Durch den Einsatz von Wasser beim Nassstrahlen werden die feinen Abriebpartikel der Oberfläche und des Strahlmittels direkt im Entstehungsmoment gebunden. Experten gelingt es mit dieser Vorgehensweise, die lokale Staubbelastung um rund 95 Prozent zu reduzieren. Neben der gesundheitlichen Entlastung für Mieter und Handwerker schont das Wasserpolster zudem die darunterliegende Bausubstanz, da der Aufprall sanfter gedämpft wird. Dies ist ein unschätzbarer Vorteil bei der schonenden Reinigung empfindlicher Klinkerfassaden oder bei einer fachgerechten Graffiti-Entfernung an historischen Wohnanlagen.

  • Trägermedium: Trockenes Sandstrahlen nutzt reine Druckluft, während beim Nassstrahlen ein Wasser-Schleifmittel-Gemisch zum Einsatz kommt.
  • Staubentwicklung: Das Nassverfahren bindet fast den gesamten Feinstaub direkt an der Düse, während trockenes Strahlen weitreichende Schutzmaßnahmen erfordert.
  • Materialschonung: Der Wasserfilm dämpft den Aufprall des Strahlmittels, wodurch ein sanfterer Abtrag und eine leichte Verdichtung der Oberfläche erzielt werden.
  • Nachbearbeitung: Trocken gestrahlte Flächen können sofort beschichtet werden, während nass gestrahlte Oberflächen vor der Weiterverarbeitung vollständig austrocknen müssen.

Als spezialisierter Dienstleister im Bereich der Immobilienbetreuung stimmt die SVEAG jedes Reinigungsverfahren präzise auf die Anforderungen des jeweiligen Objekts ab. Im Rahmen von professionellen Dienstleistungen wie der Gebäudereinigung oder der laufenden Instandhaltung durch unseren Hausmeisterservice wird sichergestellt, dass Staubbelastungen minimiert und der Wert der Immobilie langfristig gesichert wird. Ob Nass- oder Trockenstrahlen am Ende die wirtschaftlichere und technisch sinnvollere Lösung ist, hängt dabei stets von der Beschaffenheit des Trägermaterials und den örtlichen Umweltauflagen ab.

Die Vorteile des Nassstrahlens für Wohnanlagen und Gewerbeobjekte

Bei der Instandhaltung und Reinigung von Fassaden stehen Hausverwaltungen regelmäßig vor einer logistischen Herausforderung. Das klassische Sandstrahlen wirbelt enorme Mengen an Staub auf, was in dicht besiedelten Wohngebieten oder bei Gewerbeobjekten schnell zu Konflikten führt. Mieter beschweren sich über verschmutzte Balkone, Nachbarn klagen über die Feinstaubbelastung, und das lokale Ordnungsamt fordert strenge Auflagen. Das Nassstrahlverfahren bietet hier eine innovative Lösung, die genau diese Probleme an der Wurzel packt. Durch den gezielten Einsatz von Wasser während des Strahlvorgangs wird die Umweltbelastung auf ein Minimum reduziert, während gleichzeitig hervorragende Reinigungsergebnisse erzielt werden.

Der größte Pluspunkt dieses hybriden Verfahrens ist die drastische Staubreduktion. Wissenschaftliche Untersuchungen und praktische Anwendungen zeigen, dass die Zugabe von Wasser die Staubentwicklung im Vergleich zum herkömmlichen Trockenstrahlen um bis zu 92 % senkt. Das Wasser umhüllt die Strahlmittelpartikel und bindet den entstehenden Abrieb sofort, sodass er gar nicht erst in die Luft gelangt, sondern direkt zu Boden sinkt. Für Hausverwaltungen bedeutet dies einen unschätzbaren Vorteil: Die Gesundheit von Mietern und Passanten wird vor gesundheitsschädlichem Feinstaub geschützt, und die Lebensqualität im Wohnumfeld bleibt selbst während der Arbeiten uneingeschränkt erhalten.

KriteriumKlassisches Sandstrahlen (Trocken)Nassstrahlverfahren (Wasser-Granulat)
StaubentwicklungSehr hoch (starke Staubwolken, Atemschutzmasken zwingend erforderlich)Minimal (Staubreduktion um bis zu 92 %, Staub wird sofort gebunden)
Bausubstanz-SchonungAggressiver Abtrag mit dem Risiko von Beschädigungen an Fugen und KlinkernSehr schonend durch dämpfende Wirkung des Wassermantels (sogenannter Läppeffekt)
AbsperrmaßnahmenAufwendige Einhausungen der Fassade und großflächige Absperrungen nötigGeringer Aufwand, da keine weiträumige Staubausbreitung stattfindet

Neben dem Nachbarschaftsschutz spielt die Schonung der historischen oder modernen Bausubstanz eine entscheidende Rolle für Immobilienverwalter. Das Wasser beim Nassstrahlen fungiert als natürlicher Puffer, der den extrem harten, punktuellen Aufprall der Granulatkörner abmildert. Dieser Dämpfungseffekt sorgt für ein besonders gleichmäßiges, satiniertes Oberflächenfinish und verhindert, dass empfindliche Ziegel, Sandstein oder historischer Stuck beschädigt werden. Da das Verfahren ohne extreme Staubwolken auskommt, können Hausverwaltungen zudem teure Absperrmaßnahmen und aufwendige Einhausungen der Gerüste einsparen. Die Arbeiten lassen sich schneller und flexibler durchführen, was die Gesamtprojektkosten erheblich senkt.

Für eine professionelle Umsetzung solcher anspruchsvollen Instandhaltungsarbeiten ist ein erfahrener Partner unerlässlich. Die SVEAG unterstützt Hausverwaltungen mit einem breiten Spektrum an Dienstleistungen rund um die Immobilie. Ob es sich um eine umfassende Gebäudereinigung zur langfristigen Werterhaltung handelt oder um hochspezialisierte Aufgaben wie eine fachgerechte Graffiti-Entfernung, das geschulte Fachpersonal sorgt für eine reibungslose und schonende Durchführung. Neben Reinigungsarbeiten bietet SVEAG zudem einen zuverlässigen Hausmeisterservice und umfassende Instandhaltungsleistungen an, um Immobilienverwalter im Alltag spürbar zu entlasten.

Wann ist das klassische Sandstrahlen die bessere Wahl?

Obwohl das Nassstrahlen viele Vorteile in Bezug auf die Staubminderung bietet, bleibt das klassische trockene Sandstrahlen in bestimmten Szenarien unverzichtbar. Insbesondere Hausverwaltungen stehen bei der Sanierung von Altbauten oder Gewerbeobjekten oft vor der Herausforderung, dass Feuchtigkeit ein hohes Risiko für die Bausubstanz darstellt. In solchen Fällen ist eine absolut trockene Untergrundvorbereitung zwingend erforderlich, um langfristige Schäden wie tiefsitzende Feuchtigkeit oder sofortige Korrosion zu verhindern.

Szenarien für trockenes Sandstrahlen

Ein typisches Beispiel ist die Entrostung robuster Stahlträger in historischen Gebäuden. Sobald Wasser auf frisch freigelegtes Eisen trifft, bildet sich in Sekundenschnelle Flugrost, der die Haftung nachfolgender Beschichtungen beeinträchtigt. Auch bei feuchtigkeitsempfindlichen Untergründen wie altem Mauerwerk oder historischen Holzbalken ist der Eintrag von Wasser zu vermeiden. Das trockene Sandstrahlen ermöglicht hier eine gründliche Reinigung, ohne die strukturelle Integrität des Materials zu gefährden.

KriteriumTrockenes SandstrahlenNassstrahlen
StaubentwicklungSehr hoch (erfordert dichte Schutzmaßnahmen)Um bis zu 92 % reduziert
FeuchtigkeitseintragKeiner (ideal für empfindliche Metalle)Vorhanden (Risiko von Flugrost oder Quellung)
Kosten pro Quadratmeter20 bis 60 EuroOft wirtschaftlicher bei großen Freiflächen

Zusatzkosten durch Einhausungen und Entsorgung

Die Entscheidung für das klassische Sandstrahlen bringt jedoch logistische und finanzielle Konsequenzen mit sich. Da die Staubentwicklung extrem hoch ist, müssen dichte Einhausungen errichtet werden, um die Umgebung und Passanten vor Feinstaub zu schützen. Diese hermetischen Abdeckungen gelten als aufwendige Nebenleistungen, die gesondert kalkuliert werden müssen. Zudem steigen die Entsorgungskosten, da das verunreinigte Strahlgut staubfrei aufgenommen, verpackt und fachgerecht abtransportiert werden muss.

Für die Entfernung hartnäckiger Verschmutzungen, wie sie beispielsweise bei einer professionellen Graffiti-Entfernung notwendig ist, wägt SVEAG stets die materialschonendste und wirtschaftlichste Methode ab. Als zuverlässiger Partner für die Gebäudereinigung und Instandhaltung von Immobilien, der auch auf Plattformen wie LinkedIn über moderne Standards informiert, sorgt das Unternehmen für eine fachgerechte Projektabwicklung.

Kostenvergleich: Quadratmeterpreise und verdeckte Ausgaben

Für eine präzise Budgetplanung im Rahmen der Immobilieninstandhaltung reicht ein oberflächlicher Blick auf die reinen Handwerkerangebote selten aus. Hausverwaltungen stehen bei der Fassadensanierung oder Reinigung von Betonflächen vor der Wahl zwischen Trocken- und Nassverfahren. Während die anfänglichen Quadratmeterpreise auf dem Papier oft sehr ähnlich wirken, entscheiden in der Praxis die spezifischen Rahmenbedingungen des Objekts über die tatsächliche Wirtschaftlichkeit. Bei der professionellen Gebäudereinigung spielen neben dem Materialabtrag vor allem logistische Faktoren und behördliche Auflagen eine entscheidende Rolle.

Direkte Quadratmeterkosten im Überblick

Die reinen Einstiegspreise für das klassische Sandstrahlen oder Niederdruckstrahlen beginnen marktüblich ab 13,36 Euro pro Quadratmeter. Je nach Material und Verschmutzungsgrad liegen die typischen Durchschnittskosten für einfache Oberflächen wie Holzzäune oder Mauerwerk meist bei rund 15,00 Euro pro Quadratmeter. Das Nassstrahlen bewegt sich in einem vergleichbaren oder leicht höheren Segment, da hier spezialisierte Düsensysteme und Wasserzuführungen zum Einsatz kommen. Für Hausverwaltungen ist dieser reine Grundpreis jedoch nur die Basis, auf die verschiedene verfahrensbedingte Nebenkosten aufschlagen.

KostenfaktorSandstrahlen (Trocken)Nassstrahlen (Feucht)
Einstiegspreis pro qmAb 13,36 Euro bis 15,00 EuroHäufig leicht über dem trockenen Basispreis
StaubschutzmaßnahmenSehr hoch (vollständige Einhausung der Fassade)Gering bis moderat (feuchte Bindung des Staubs)
EntsorgungsaufwandStaub und trockenes Strahlgut aufkehrenWasser-Schlamm-Gemisch fachgerecht auffangen und entsorgen

Verdeckte Ausgaben: Rüstzeiten und Wasserentsorgung

Der größte Kostenhebel liegt oft nicht in der Strahlstunde selbst, sondern in den vorbereitenden und nachbereitenden Arbeiten. Beim trockenen Sandstrahlen entsteht eine extreme Staubentwicklung, die im dicht besiedelten urbanen Raum aufwendige Schutzvorkehrungen verlangt. Das Einhausen von Gerüsten und das Abdichten von Fenstern verlängern die Rüstzeiten erheblich, was sich direkt im Angebot niederschlägt. Beim Nassstrahlen hingegen wird der Staub durch das Wasser direkt an der Düse gebunden. Dies verkürzt die Rüstzeiten für den Staubschutz massiv. Allerdings entstehen hier verdeckte Ausgaben durch die fachgerechte Wasserentsorgung. Das kontaminierte Abwasser darf in der Regel nicht ungefiltert in die Kanalisation fließen, weshalb spezielle Auffangwannen und Filtersysteme kalkuliert werden müssen.

Hausverwaltungen sollten daher vor der Beauftragung eine genaue Standortanalyse durchführen lassen. Die SVEAG bietet hierfür im Rahmen umfassender Dienstleistungen wie der Gebäudereinigung eine präzise Beratung an, um das wirtschaftlichste Verfahren für Ihr Objekt zu bestimmen. Ob es sich um eine schonende Graffiti-Entfernung oder eine großflächige Fassadensanierung handelt: Nur eine Gesamtkalkulation inklusive aller Rüstzeiten und Entsorgungswege schützt vor unvorhergesehenen Nachträgen und sorgt für ein sauberes, optisch ansprechendes Ergebnis. Für kleinere kosmetische Instandsetzungen kann zudem der lokale Hausmeisterservice unterstützend eingebunden werden, um Vorarbeiten zu übernehmen und die Gesamtkosten weiter zu optimieren.

Praktische Entscheidungshilfe für Immobilienverwalter

Für professionelle Hausverwaltungen gehört der Werterhalt von Gebäuden zu den wichtigsten Kernaufgaben. Steht eine Sanierung oder Reinigung der Außenfassade an, stehen Immobilienverwalter regelmäßig vor der Frage, welches Strahlverfahren die beste Balance aus Effizienz, Kosten und Materialschonung bietet. Die Entscheidung zwischen Nassstrahlen und Sandstrahlen hängt maßgeblich von den gesetzlichen Vorgaben vor Ort, dem Denkmalschutz und dem Budget ab. Um Ihnen die Planung zu erleichtern, haben wir die wichtigsten Faktoren in einer Übersicht zusammengefasst, die speziell auf die Anforderungen moderner Hausverwaltungen zugeschnitten ist.

Die wichtigsten Entscheidungskriterien im Vergleich

KriteriumTrockensandstrahlenNassstrahlen / Feuchtstrahlen
StaubentwicklungSehr hoch (erfordert oft aufwendige Einhausung)Minimal bis staubfrei (Wasser bindet den Staub)
Denkmalschutz-TauglichkeitEher gering (Risiko von Substanzverlust an empfindlichen Oberflächen)Hervorragend geeignet (schonende Abtragung durch regulierbaren Wasserdruck)
Kosten pro QuadratmeterCa. 10 bis 50 Euro pro qmCa. 15 bis 200 Euro pro qm
Ideale AnwendungEntfernung von grobem Rost auf Stahl und dicken BetonschichtenSchonende Fassadenreinigung, Denkmalschutz und Graffiti-Beseitigung

Ein kritischer Aspekt bei historischen Objekten ist der Denkmalschutz. Behörden fordern hier fast ausnahmslos Methoden, die die historische Substanz nicht beschädigen. Das trockene Sandstrahlen ist für empfindliche Ziegel, Sandstein oder Fachwerk oft zu aggressiv, da es die schützende Schicht des Steins beschädigen kann. Das Nassstrahlen hingegen schont das Material, da der feine Wassernebel den Aufprall des Strahlmittels dämpft und gleichzeitig die Entstehung von Mikrorissen im Mauerwerk verhindert. Für denkmalgeschützte Immobilien ist die feuchte Variante daher in der Regel die einzig genehmigungsfähige Wahl.

Die Rolle des Standorts und der Staubbelastung

Der Standort der Immobilie spielt eine entscheidende Rolle bei der Verfahrenswahl. In dicht besiedelten städtischen Gebieten ist die Staubentwicklung des trockenen Sandstrahlens ein erhebliches Problem für Passanten, Nachbarn und den Straßenverkehr. Die Errichtung staubdichter Planen und Einhausungen treibt die Baustelleneinrichtungskosten oft massiv in die Höhe. Beim Nassstrahlen bindet das Wasser den Staub direkt an der Düse, sodass die Emissionen auf ein Minimum reduziert werden. Dies vereinfacht nicht nur die behördliche Genehmigung für Arbeiten im öffentlichen Raum, sondern schont auch das nachbarschaftliche Verhältnis rund um Ihr Objekt.

Komplettlösungen und Koordination durch SVEAG

Um solche anspruchsvollen Instandhaltungsarbeiten reibungslos abzuwickeln, ist ein erfahrener Partner von unschätzbarem Wert. Ein professioneller Dienstleister wie SVEAG übernimmt nicht nur die Durchführung der Strahltechnik, sondern bettet diese in ein ganzheitliches Konzept ein. Durch die enge Verzahnung mit unserem Hausmeisterservice und weiteren Dienstleistungen wie der Gebäudereinigung wird sichergestellt, dass vor und nach den Strahlarbeiten alle begleitenden Aufgaben wie Absperrungen, Zwischenreinigungen oder anschließende Schutzbeschichtungen koordiniert werden. Dies gilt insbesondere für spezielle Anforderungen wie die professionelle Graffiti-Entfernung auf empfindlichen Oberflächen, bei denen das Nassstrahlverfahren oft die erste Wahl ist, um das Erscheinungsbild der Immobilie langfristig zu sichern.

Umweltauflagen und Haftungssicherheit bei der Durchführung

Für Immobilienverwalter steht der langfristige Werterhalt von Gebäuden im Vordergrund. Wenn Fassaden oder Außenanlagen von hartnäckigem Schmutz befreit werden müssen, sind abrasive Reinigungsverfahren unverzichtbar. Doch ob klassisches Sandstrahlen oder modernes Nassstrahlen zum Einsatz kommt: Bei beiden Verfahren müssen strenge gesetzliche Auflagen eingehalten werden. Wer hier unvorbereitet agiert, riskiert nicht nur empfindliche Bußgelder für die Eigentümergemeinschaft, sondern haftet unter Umständen auch persönlich.

Luftreinhaltung und die Vorgaben der Feinstaubverordnung

Das trockene Sandstrahlen wirbelt enorme Mengen an Feinstaub und Abrieb auf. Nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) ist eine unkontrollierte Ausbreitung dieser Partikel in der Luft untersagt. Das bedeutet, dass im städtischen Raum in der Regel aufwendige Einhausungen und Absauganlagen installiert werden müssen, um Anwohner und die Umwelt vor gesundheitsschädlichen Emissionen zu schützen. Das Nassstrahlen bietet hier einen entscheidenden Vorteil, da das beigemischte Wasser den Staub direkt an der Düse bindet und so die Feinstaubbelastung auf ein Minimum reduziert.

Gewässerschutz und fachgerechte Schmutzwasserentsorgung

Obwohl das Nassstrahlen die Staubentwicklung minimiert, stellt es Hausverwaltungen vor eine andere Herausforderung: die Schmutzwasserentsorgung. Das Wasserhaushaltsgesetz (WHG) schreibt vor, dass gewerbliches Abwasser so weit gereinigt werden muss, wie es der Stand der Technik erlaubt. Das beim Nassstrahlen entstehende Gemisch aus Wasser, Strahlmittel und abgetragenen Stoffen wie Lacken oder Rußpartikeln darf unter keinen Umständen einfach im Boden versickern oder ungefiltert in die Kanalisation eingeleitet werden. Es muss aufgefangen, in speziellen Absetzbecken gefiltert und fachgerecht entsorgt werden.

UmweltaspektNassstrahlenSandstrahlen
StaubemissionenSehr gering, da Feinstaub direkt durch Wasser gebunden wird.Hoch, erfordert in bewohnten Gebieten meist eine dichte Einhausung.
AbwasserentsorgungAbwasser muss vollständig aufgefangen, gefiltert und entsorgt werden.Kein direktes Abwasser, aber trockenes Strahlmittel muss staubsicher entsorgt werden.
Gesetzlicher RahmenWasserhaushaltsgesetz (WHG) und lokale Abwassersatzungen.Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) und Arbeitsschutzregeln.

Die rechtliche Verantwortung für die Einhaltung dieser Vorgaben liegt primär bei den Akteuren, die die Arbeiten in Auftrag geben und durchführen. Hausverwaltungen agieren hier in einer besonderen Haftungsrolle. Wird ein nicht qualifizierter Dienstleister beauftragt, der Schadstoffe illegal entsorgt oder Abwasser ungefiltert ableitet, kann die Verwaltung als sogenannter Handlungs- oder Zustandsstörer herangezogen werden. Neben zivilrechtlichen Schadensersatzforderungen drohen in besonders schweren Fällen sogar strafrechtliche Konsequenzen wegen Gewässerverunreinigung nach Paragraf 324 des Strafgesetzbuches.

Um dieses Risiko vollständig auszuschließen, ist eine professionelle Vergabe an zertifizierte Fachbetriebe unerlässlich. Spezialisierte Dienstleister wie SVEAG übernehmen im Rahmen umfassender Services wie der Gebäudereinigung die gesamte Planung, die Einholung notwendiger Genehmigungen sowie die vorschriftsmäßige Entsorgung aller Rückstände. Dies gilt auch für anspruchsvolle Sonderreinigungen wie die Graffiti-Entfernung auf empfindlichen Oberflächen. Durch eine lückenlose Dokumentation der fachgerechten Entsorgung sichern sich Verwalter rechtlich ab und schützen gleichzeitig das ihnen anvertraute Vermögen der Eigentümer.

Nassstrahlen vom Fachbetrieb – deutschlandweit in allen 16 Bundesländern

SVEAG erbringt Nassstrahlen für Hausverwaltungen, Eigentümer und Genossenschaften deutschlandweit an 76 Servicestandorten in allen 16 Bundesländern. Ein Auszug unserer Servicestandorte (verfügbar an allen 76):

Weiterführende Artikel: Nassstrahlen: staubarmes Strahlverfahren für empfindliche Fassaden und Denkmalschutz, Altbeschichtungen und Graffiti-Schatten schonend mit Nassstrahlen entfernen

Häufige Fragen

Was ist der wesentliche Unterschied zwischen Nassstrahlen und Sandstrahlen?

Beim nassen Verfahren wird das Strahlmittel mit Wasser vermischt, was den entstehenden Staub direkt an der Düse bindet. Beim klassischen Sandstrahlen wird das abrasive Strahlmittel trocken mit hohem Druck auf die Oberfläche geschossen, was erhebliche Staubwolken verursacht.

Wie hoch ist die Staubreduktion beim Nassstrahlen?

Professionelle Nassstrahlgeräte können die Staubbelastung im Vergleich zu herkömmlichen Trockenstrahlverfahren um bis zu 95 Prozent senken, was das Verfahren besonders mieterfreundlich macht.

Welche Kosten fallen pro Quadratmeter beim Strahlen an?

Die reinen Strahlkosten starten bei einfachen Oberflächen ab ca. 13,36 Euro beziehungsweise typischerweise 15 Euro pro Quadratmeter. Hinzu kommen verfahrensabhängige Kosten für Rüstzeiten, Rüstung und Entsorgung des kontaminierten Materials.

Wann sollte man sich für trockenes Sandstrahlen entscheiden?

Trockenstrahlen ist die richtige Wahl, wenn das bearbeitete Material absolut trocken bleiben muss oder unmittelbar nach dem Strahlschritt lackiert oder beschichtet werden soll, um Flugrostbildung zu verhindern.

Welche Rolle spielt der Denkmalschutz bei der Verfahrenswahl?

Beim Denkmalschutz wird das feuchtigkeitsgebundene Nassstrahlen bevorzugt, da der Wasserfilm die Schlagkraft der Partikel dämpft und historische Verzierungen, Klinker oder Natursteine deutlich schonender reinigt.

Können normale Hausmeisterdienste diese Arbeiten durchführen?

Aufgrund der benötigten Spezialausrüstung und der strengen Umweltauflagen zur Abwasserentsorgung sollten diese Arbeiten nur durch Fachbetriebe ausgeführt werden. SVEAG unterstützt Sie im Rahmen der Gebäudereinigung bei der Koordination.